5 Konflikttypen

Anhand der 5 Konflikttypen können die Teilnehmenden erfahren, wie sie selbst mit Konflikten umgehen und wie sie gerne mit Konflikten umgehen würden.

1 bis 100+ Teilnehmende
12 bis 18+ Jahre
Indoor und Outdoor
30 bis 60 Minuten

Beschreibung

PDF
Auf einem Blick

Übung für davor:
Der Stuhlkonflikt kann wunderbar vor den 5 Konflikttypen durchgeführt werden. Denn die einzelnen Konflikttypen werden beim Stuhlkonflikt bereits am eigenen Leibe erlebt. Später, bei der Vorstellung von den Tieren, kann Bezug auf den Stuhlkonflikt genommen werden. Beispielsweise: „Erinnert ihr Euch noch an den Stuhlkonflikt? Der Fuchs würde die Stühle vielleicht aufteilen, damit jeder welche hat. Der Affe findet eine Lösung, bei der alle Aufgaben erfüllt sind.“  

Vorbereitung
Die Gruppenleitung druckt die fünf Bilder von den Tieren mit der dazugehörigen Eigenschaft aus oder schreibt einfach auf fünf Moderationskarten die fünf Tiernamen auf. 

PDF
Tiere & Achsen

Die Gruppenleitung beginnt die 5 Konflikttypen mit folgenden Worten:

„Uns allen begegnen Konflikte. Jedoch gehen wir sehr unterschiedlich mit Konflikten um. Heute möchte ich Euch 5 Konflikttypen, also fünf Arten, wie wir mit Konflikten umgehen können, vorstellen. Es handelt sich um das Thomas-Kilmann-Modell. Jedem Konflikttyp ist ein Tier zugeordnet. 

Was meint ihr, wie könnte sich das Reh in einem Konflikt verhalten?“ 

Die Gruppenleitung legt das Foto mit dem Reh auf den Boden. Mit der ganzen Gruppe werden Ideen gesammelt, wie das Reh sich im Konflikt verhalten könnte. Sind einige Ideen ausgesprochen worden, ergänzt die Gruppenleitung. In der obigen Datei „Auf einem Blick“ sind die Eigenschaften der Tiere übersichtlich zusammengestellt. Diese kann ausgedruckt und beim Ergänzen durchgegangen werden.

Im Anschluss werden die anderen Tiere auf gleiche Weise vorgestellt. Folgende Reihenfolge ist empfehlenswert: Reh, Löwe, Pelikan, Fuchs, Affe. 

Die Tiere werden in einer bestimmten Ordnung auf den Boden gelegt. So entstehen zwei Achsen. Diese werden mit Hilfe der obigen Druckvorlage vorgestellt, sobald alle Eigenschaften der Tiere von den Teilnehmenden verstanden wurden.

1) Durchsetzungsvermögen – Orientierung am eigenen Interesse

2) Kooperationswille – Orientierung am Interesse der anderen 

Jetzt sind die Teilnehmenden gefragt:
„Wo bist Du tendenziell am häufigsten in Konflikten? Stelle Dich bitte zu dem entsprechenden Tier hin oder positioniere Dich zwischen die Tiere, wenn Du Dich nicht entscheiden kannst. Bitte sei ehrlich!“ 

Nach ein paar Minuten kann die Gruppenleitung die Teilnehmenden dazu ermutigen, sich nun für eine Position zu entscheiden und stehen zu bleiben. Jetzt kann die Gruppenleitung ein paar Teilnehmende einzeln befragen: „Wieso stehst Du hier?“ Schön ist es, wenn bei allen Tieren, bei denen jemand steht, auch jemand gefragt wird. Dadurch entsteht ein tieferes Verständnis der Konflikttypen. Zudem ist es empfehlenswert, Sonderpositionen zu befragen. Wenn beispielsweise jemand an einer Stelle ganz allein steht. 

Größter Widerstand
Im Anschluss werden die Teilnehmenden gebeten, sich wieder in einem Kreis um die Tiere herum zu versammeln. Die Gruppenleitung kann sagen: „Nun geht es um Deinen größten Widerstand. Zu welchem Tier empfindest Du die größte Antipathie? Welcher Umgang mit Konflikten stört Dich am meisten? Stellt Euch wieder zum entsprechenden Tier und seid bitte ehrlich!“ Sobald alle an einer Position stehen, kann die Gruppenleitung die Teilnehmenden wieder fragen: „Wieso stehst Du hier?“ 

Im Anschluss gehen alle wieder zurück in den Kreis um die Tiere herum. 

Die Gruppenleitung führt fort: „In dem Thomas-Kilmann-Modell haben alle Tiere ihre Berechtigung. In dem einen Moment, ist es wertvoll, ein Reh zu sein. In dem anderen ist es vielleicht genau richtig, Löwe, Pelikan, Fuchs oder Affe zu sein. Alle Tiere haben ihre Licht- und Schattenseiten, ihre Vorteile und Nachteile. Diese würde ich nun gerne zusammen mit Euch durchgehen. 

  • Was ist die Lichtseite des Rehs? Was sind die Vorteile des Rehs?
  • Was ist die Schattenseite des Rehs? Was sind die Nachteile des Rehs?“ 

Die Gruppenleitung ergänzt ggf. mit den Inhalten aus der obigen Datei. 

Nachdem zu allen Tieren die Licht- und Schattenseiten besprochen worden sind, entsteht vielleicht ein interessantes Gespräch oder es werden spannende Fragen  gestellt. Wenn genügend Zeit vorhanden ist, kann darauf gerne eingegangen werden. 

Haben die Teilnehmenden die Licht- und Schattenseiten gut verstanden, geht es weiter mit der Triade. 

Triade (Link zum allgemeinen Beitrag)

Die Teilnehmenden gehen zu dritt zusammen.

Eine Person beginnt die folgende Frage zu beantworten und hat dafür drei Minuten Zeit: In welchen Situationen wärst Du gerne ein anderes Tier?

Die anderen zwei Personen hören nur zu. Nach den drei Minuten gibt die Gruppenleitung ein Signal, beispielsweise mit einer Klangschale. Nun haben die zwei Personen, die zugehört haben, die Aufgabe, jeweils eine Minute lang der Person, die gesprochen hat, zu spiegeln, was sie gehört haben. Beispielsweise: „Ich habe gehört, Du wärst gerne öfter ein Löwe, da Du den Eindruck hast, zu oft in Konflikten Dinge herunterzuschlucken und es den anderen immer recht machen möchtest.“ Im Anschluss hat die Person, die drei Minuten erzählt hat, noch einmal die Möglichkeit, eine Minute lang ihre Erkenntnisse mitzuteilen.

Dieses Prinzip wird dreimal wiederholt, damit alle einmal die Frage beantworten, gespiegelt werden und ihre Erkenntnisse teilen. Nach jeder Runde lohnt es sich, ein paar Momente Pause zu machen, bevor die nächste Person mit der Beantwortung der Frage beginnt. 

Abschlussrunde

Nach der Triade kommen alle noch einmal in den Kreis. Es kann zu einer Runde eingeladen werden, bei der alle ihre Erkenntnisse teilen können oder wie sie die Übungen fanden.



Registriere Dich kostenlos und lese direkt weiter:

Jugendarbeit Plattform - GroupSenz Connect

Mach mit bei GroupSenz!

5 kostenlose Beiträge pro Monat

1 Pinnwand & 1 Orgawand

Webseite, IOS & Android


Kostenlos Registrieren
Jetzt bei Google Play Ladem im App Store
Preloader
Preloader