Das Heldenbündel

Das Heldenbündel ist eine wundervolle Methode, um das Kennenlernen in einer Gruppe sowie den Prozess der Gruppenbildung wertschätzend zu zelebrieren.
1 bis 30 Teilnehmende
8 bis 18+ Jahre
Indoor und Outdoor
15 bis 60 Minuten

Beschreibung

1. Die Gruppenleitung bittet in der Kennenlernphase die Teilnehmenden in einem Kreis zusammenzukommen und erläutert kurz die Aufgabe.

2. Die Teilnehmenden haben nun 5-10 Minuten Zeit, in die umliegende Natur zu gehen und einen Gegenstand zu suchen, der sie anspricht. Das können Blätter, Blumen, kleine Äste etc. sein. Gleichzeitig dürfen sie überlegen, welche Eigenschaft sie in die Gruppe einbringen möchten, um die Gruppenbildung zu stärken. 

3. Die Teilnehmenden kommen wieder im Kreis zusammen. Die Gruppenleitung hält eine Rolle mit Kordel aus Naturfasern (oder Ähnlichem) bereit. Eine Person fängt an und erläutert der Gruppe, für welche Eigenschaft ihr Stöckchen steht. Sie wickelt das Band ein paar Mal um das Stöckchen und lässt das kleine ,Bündel‘, das nun stetig wächst, zur nächsten Person neben ihr im Kreis wandern. Diese fährt fort, Sie nennt ihre Eigenschaft, die sie in die Gruppe einbringen möchte und wickelt ihr Stöckchen mit der Kordel um das Bestehende. Usw.

Beispiele für Eigenschaften:

„Ich kann gut zuhören und Menschen ermutigen. Diese Eigenschaft möchte ich mit der Gruppe teilen, wenn Sie gebraucht wird.“

„Ich habe einen guten Humor und möchte diesen in passenden Momenten großzügig mit euch teilen.“ 

4. Die letzte Person ummantelt das Bündel mit Kordel so, dass es gut zusammenhält. Das Heldenbündel wird nun in die Kreismitte oder an einen anderen sichtbaren Ort gelegt, bis es zu seinem weiteren magischen Einsatz kommt.

5. Mit dem Heldenbündel können nun tolle Wertschätzungsrunden angeleitet werden. (z.B. jeden Abend, nach Bedarf oder nur am Veranstaltungsende). Hierzu setzen sich wieder alle im Kreis zusammen. Die Person, die zuerst einen Impuls verspürt, steht auf, nimmt das Heldenbündel aus der Kreismitte und geht auf eine andere Person im Kreis zu. Nun verleiht sie dieser das Heldenbündel, indem sie es überreicht und dabei eine Wertschätzung formuliert.

Beispiele:

„Mir ist heute/ Mir ist in dieser Woche aufgefallen, dass Du oft in der Küche geholfen hast. Dadurch konnten wir pünktlich anfangen zu essen - und es hat noch dazu durch deine Abschmeckkünste besser geschmeckt. Danke.“ 

„Mir ist heute/ Mir ist die Woche aufgefallen, dass ich mit dir tiefsinnige Gespräche führen kann. Das hat mir geholfen, neue und wertvolle Erkenntnisse zu erlangen. Danke.“ 

6. Nun kann die Person mit dem Heldenbündel dieses weiterverleihen. Fällt ihr gerade keine Wertschätzung ein, legt sie das Bündel zurück in die Mitte. Hier kann es sich nun eine Person wieder nehmen, die einen solchen Impuls verspürt.

7. Die Verleihung kann so lange dauern, wie Wertschätzungen geteilt werden wollen. Die Erfahrung zeigt, dass die Wertschätzungen nach einer Anfangsphase immer feiner und ergreifender werden. Hat die Gruppenleitung nur ein bestimmtes Zeitfenster (z.B. 15 Minuten) für die Verleihung des Heldenbündels, kann der zeitliche Rahmen natürlich am Anfang transparent gemacht werden. Die unausgesprochenen Wertschätzungen können dann für die nächste Verleihung aufgehoben werden.

8. Am Ende der Veranstaltung kann das Heldenbündel wieder in die Natur gelegt werden, als Zeichen der Dankbarkeit für eine gute Zeit an dem Ort.



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